Der Canòdrom in Barcelona und die Organisation DigitalFems feiern am 13. März die sechste Ausgabe ihres Tages zum 8. März. Unter dem Motto „Musik und Technologie auf den offenen Tribünen” schlägt die Veranstaltung vor, Kreativität als Mittel zur Selbstverteidigung gegen digitale Kontrolle und Überwachung auf den Straßen zu nutzen.
Die Hauptaktivität wird eine Anti-KI-Modenschau sein, bei der Kleidungsstücke gezeigt werden, die speziell dafür gemacht sind, Gesichtserkennungssysteme zu verwirren. Diese Teile sollen die Privatsphäre der Leute vor der ständigen Überwachung durch Sicherheitskameras in öffentlichen Räumen schützen.
Die Designs entstanden in Zusammenarbeit mit der Roquetes Fashion Week und wurden in Gemeinschaftswerkstätten der Stadt hergestellt. Die Science-Fiction-Autorin Sandra Miralles wird diese Modenschau moderieren, dieCyberpunk-Ästhetik mit der realen Notwendigkeit des Schutzes personenbezogener Daten und dem Recht auf das eigene Bild verbindet.
Workshops zum Hacken der Voreingenommenheit der KI
Vor der Modenschau findet in den Räumlichkeiten des Canòdrom der Workshop „Reprogrammar el Canon” (Den Kanon neu programmieren) statt. In dieser Veranstaltung können Aktivisten und Künstler digitale Dateien und Metadaten bearbeiten, also die Elemente, mit denen künstliche Intelligenzen lernen.
Das Ziel ist, die geschlechts-, rassistischen oder klassenbezogenen Muster zu korrigieren, die die Technologie oft unsichtbar mit sich bringt. Die Teilnehmerinnen werden ein gemeinsames Fanzineerstellen , das neue visuelle Erzählungen vorschlägt, um einen vielfältigeren und gerechteren Blick auf die Gegenwart zu ermöglichen.
Der Tag endet mit der Performance „Hackeando el cistema” (Das System hacken) der Gruppe HALAL. Dieser Vorschlag verbindet Musik und darstellende Kunst, um einen sicheren Raum für arabische Queer-Identitäten zu fordern, fernab von Vorurteilen oder kolonialistischen Blicken.
Die Feier, bei der die DJs Zubia und Kleo La Faraona auflegen, verwandelt die Tanzfläche in einen Ort der politischen Demonstration. Der Eintritt zu diesen Aktivitäten ist frei, bis die Terrassen des Canòdromvoll sind.