Barcelona bereitet sich auf ein historisches Jahr 2026 vor. Die Stadt wurde zur Welthauptstadt der Architektur ernannt, was sie zu einem globalen Forum für Diskussionen über Stadtplanung, Nachhaltigkeit und Kulturerbe macht.
Vom 12. Februar (Santa Eulàlia) bis zum 13. Dezember (Santa Llúcia) wird es in allen 10 Stadtteilen ein Programm mit zahlreichen Aktivitäten geben, von denen einige noch nicht bekannt sind. Die katalanische Hauptstadt wird die Nachfolge von Kopenhagen 2023 antreten.
Die von der Stadt Barcelona, der Generalitat de Catalunya und dem Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung geförderte Veranstaltung verfügt über ein Budget von 11 Millionen Euro und die Mitarbeit von mehr als 170 Organisationen.
Bis heute wurden mehr als 200 Projekte eingereicht, die zu mehr als 1 500 Aktivitäten für alle Zielgruppen führen werden. Das Programm wird sich auf die zehn Stadtteile verteilen, wobei jeden Monat einer von ihnen im Mittelpunkt steht und seine architektonischen Besonderheiten und seinen Lebensrhythmus vorstellt.
Neben dem umfangreichen Programm findet in Barcelona vom 28. Juni bis 2. Juli der Weltarchitekturkongress des Internationalen Architektenverbandes (UIA) statt. Drei Jahrzehnte nach der Ausgabe von 1996 ist die katalanische Hauptstadt die einzige Stadt der Welt, die zum wiederholten Mal Austragungsort dieser Fachveranstaltung ist.
Ein riesiges Modell und zehn neue Hausfassaden
Neben den Debatten und Ausstellungen will die Welthauptstadt der Architektur ein greifbares und dauerhaftes Erbe in der Stadt hinterlassen. Dies wird in Form eines großen Modells von Barcelona geschehen, das in großem Maßstab gebaut wird, um die Komplexität und die Entwicklung des städtischen Gefüges von Barcelona zu verstehen.
Außerdem werden im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs mit 439 Vorschlägen aus 51 Ländern zehn Hauswände saniert (eine pro Stadtteil) und in neue Fassaden verwandelt, die nicht nur das Stadtbild bereichern, sondern auch die Nachhaltigkeit und Bewohnbarkeit der Gebäude verbessern.
Vorschau auf das Programm

Obwohl die offizielle Bestätigung der Liste noch aussteht, wurden einige der herausragendsten Vorschläge bereits bekannt gegeben:
- Ausstellungen, die man gesehen haben muss: Der ehemalige Sitz des Verlags Gustavo Gili wird ein zentraler Ort sein, an dem das große Modell und die Ausstellung Barcelona en transformació. 2035 gezeigt werden. In anderen Museen werden Ausstellungen über Maler wie Picasso (der seine Beziehung zur Architektur untersucht), Jujol und Rubió i Tudurí sowie Retrospektiven wie Seny i rauxa. 150 anys d’arquitectura catalana gezeigt .
- Routen und Besichtigungen zur Entdeckung der Stadt: Vorschläge wie Open Barri (vom Team 48h Open House) werden sich auf Stadtteile außerhalb des üblichen Kulturkreises konzentrieren. Es wird auch Touren geben, um die innovativste Holzarchitektur zu entdecken, oder immersive Installationen, um Gebäude „als lebendigen Körper“ zu verstehen.
- Workshops und Konferenzen: Es werden Zyklen organisiert, um den neuen Generationen von Architekten eine Stimme zu geben, wie z. B. Novíssims, und außerschulische Programme wie La ciutat que volem, bei dem Kinder sich das Barcelona der Zukunft vorstellen und bauen.
