Barcelona hat offiziell eine Reihe von Änderungen an der städtischen Nomenklatur beschlossen, darunter auch die Offizialisierung eines seit Jahren bekannten Namens: Plaça de l’Esvoranc, der Platz, an dem sich 2005 der Untergang des Karmel ereignete. Die Entscheidung wurde vom zweiten Ausschuss für die Nomenklatur 2025 bestätigt, der am Montag tagte.
Der zwischen der Calafell-Passage und den Straßen Conca de Tremp und Sigüenza gelegene Platz wurde von den Anwohnern bereits informell als „l’Esvoranc“ bezeichnet, in Erinnerung an den Einsturz, der die jüngste Geschichte des Viertels geprägt hat. Jetzt hat er endlich einen offiziellen Namen.
Die Feminisierung der Nomenklatur
Eine weitere wichtige Änderung ist die Ersetzung des Straßennamens von Jordi Girona, einem Militäroffizier, der an der Vorbereitung des Staatsstreichs von 1936 beteiligt war und damit gegen das Gesetz zur demokratischen Erinnerung verstieß. Stattdessen wird die Straße in Carrer de Bet Figueras umbenannt, einem wichtigen Architekten und Landschaftsarchitekten bei der Umgestaltung Barcelonas in den 1990er Jahren, der für Projekte wie den Parc de Cervantes und den Jardí Botànic verantwortlich war.
Das neue Paket von Entscheidungen setzt auch die Verpflichtung zur Feminisierung der Nomenklatur fort. In Sant Martí wird der Platz, der bisher nach Theolongo Bacchio benannt war, einer Figur, die nachweislich nie existiert hat, in Plaça de Gerda Taro umbenannt, eine Pionierin des Kriegsfotoreportage.
Die Namen der Schneiderin Felicidad Duque, die einem neuen Platz zwischen Sancho de Ávila und Tángery ihren Namen geben wird, und der Pädagogin Maria Antonia Canals, die einen Platz in Nou Barris, zwischen den Straßen Llopis und Pla de les Cireres, erhalten wird, werden ebenfalls hinzugefügt.
Ehrungen für lokale und kulturelle Persönlichkeiten
Der Ausschuss beschloss außerdem, drei neue Gedenktafeln in der Stadt aufzustellen. In der Carrer de Casanova, 71, zu Ehren von Oriol Bohigas, einem Architekten und Stadtplaner, der eine Schlüsselrolle in der modernen Entwicklung Barcelonas spielte, in Barceloneta zum Gedenken an Pau Caldés, den historischen Pfarrer der Kirche Sant Miquel del Port, und in Alt de Sant Pere, 74 bis, wo der Schauspieler José Sazatornil „Saza“ lebte.
Außerdem wird in Sarrià – Sant Gervasi die Carrer de Sant Liguori in Carrer de Víctor Grífols i Lucas umbenannt, und in Sant Andreu wird die Schaffung der Plaça de l’Avenç de l’Sport genehmigt, in Anlehnung an die Einrichtung, aus der die heutige UE Sant Andreu hervorgegangen ist.