Ein Kurswechsel auf Spaniens wichtigstem Eisenbahnkorridor. Renfe hat beschlossen, die AVLO-Züge, die preisgünstige Variante der Hochgeschwindigkeitszüge, endgültig von der Strecke zwischen Barcelona und Madrid abzuziehen. Der Grund: technische Probleme mit den Talgo-Zügen, die auf der Strecke verkehrten und die Einstellung des Dienstes Ende Juli erzwangen.
Die Entscheidung bedeutet eine Rückkehr zum Anfang: Ab dem 8. September werden auf allen Strecken zwischen den beiden Hauptstädten wieder die AVE-Züge eingesetzt, mit denen der Dienst 2008 aufgenommen wurde.
Alte Züge, alte Preise
Nach Angaben von Renfe zielt die Maßnahme darauf ab, den Komfort für die Fahrgäste zu verbessern. Die AVE-Züge bieten mehr Platz, größere Sitze und mehr Komfort, was in einem Korridor, der von Geschäftsreisenden und Vielfahrern dominiert wird, besonders geschätzt wird. Fahrgäste, die bereits AVLO-Tickets für spätere Termine gekauft haben, werden in AVE-Zügen untergebracht.
Die Umstellung hat keine Auswirkungen auf die Frequenzen oder Fahrpläne: Sie bleiben die gleichen wie bei AVLO. Was sich jedoch ändert, und zwar in erheblichem Maße, sind die Preise. In der ersten Jahreshälfte 2025 kostete das AVLO-Ticket durchschnittlich 37,8 Euro, während das AVE-Ticket durchschnittlich 61,9 Euro kostete. Mit anderen Worten: Reisen zwischen Barcelona und Madrid werden zwar bequemer, aber auch erheblich teurer.
Auf den übrigen Korridoren, die Madrid mit Andalusien und Galicien verbinden, werden die AVLO-Züge weiterhin verkehren, obwohl sie mit demselben Talgo-Modell betrieben werden, das in Barcelona für Kopfzerbrechen gesorgt hat.