Die Stadtverwaltung von Barcelona hat die Verlosung von 17 erschwinglichen Mietwohnungen für junge Leute im Herzen des Raval eröffnet. Das Projekt befindet sich in der Carrer de l’Hospital 116 und ist Teil des Plans der Regierung von Jaume Collboni, den Bestand an Sozialwohnungen durch andere Projekte wie Illa Glòries (Fort Pienc) oder Illa Acer (Marina del Prat Vermell) zu erweitern, die Wohnalternativen zu erschwinglichen Preisen bieten sollen.
Diese neue Entwicklung hat jedoch Kritik hervorgerufen. Der Grund dafür wurde von Betevé aufgedeckt: Vier der zu verlosenden Wohnungen haben nur zwischen 21 und 21,9 m² Nutzfläche.
Wohnungen ohne Zimmer
Die Stadtverwaltung erklärt, dass diese Wohnungen nicht die Norm sind. Sie sind nicht neu gebaut, sondern befinden sich in sanierten Häusern in Ciutat Vella, deren Struktur es unmöglich macht, die Wohnungen zu erweitern oder umzugestalten, um sie zu vergrößern. Sie weisen darauf hin, dass es nur 13 solcher Wohnungen von insgesamt 13.000 gibt und sie somit „eine Ausnahme“ sind.
Diese Kleinstwohnungen verfügen über ein komplettes Badezimmer, eine offene Küche und einen kleinen Balkon, aber kein separates Schlafzimmer, und die einzige Möglichkeit zum Schlafen ist ein Schlafsofa. Die monatliche Miete liegt zwischen 153 und 159 €, zuzüglich 50 € für IBI und Gemeinschaftsgebühren.
Die 21 m2 dieser Wohnungen entsprechen einem Bungalow oder einem Hotelzimmer und überschreiten kaum die gesetzliche Grenze für die Erteilung der cédula de habiltabilidad in dieser Art von Gebäuden (20 m2).
Auf die Kritik antwortet die Stadtverwaltung, dass es sich um eine Ausnahme handelt und dass man davon ausgeht, dass diese Art von Wohnungen für junge Leute bestimmt ist, während die Wohnanlagen für Familien andere Merkmale aufweisen.

