Von der Weltausstellung von 1929 bis zum Bürgerkrieg von 1936 bis 1940. Es gibt Zeugen der Geschichte, die das Glück hatten, sie mit der Kamera festzuhalten. Joan Andreu Puig Farran ist einer von ihnen, ein Fotojournalist, der, ohne zu Lebzeiten jemals auszustellen, wie nur wenige andere den sozialen und politischen Aufruhr im Katalonien der 1930er Jahre festhielt.
Nun widmet ihm die KBr Fundación MAPFRE in diesem Sommer eine große Ausstellung, die Ausstellung „Joan Andreu Puig Farran: la dècada convulsa (1929-1939)“, die erste Ausstellung seines Werks, das eine Schlüsselperiode darstellt.
Wer war Puig Farran?
Puig Farran wurde in Lleida geboren und kam 1920 nach Barcelona. Ab 1929 arbeitete er als Fotojournalist für Zeitungen wie La Humanitat, Esplai, El Matí, L’Opinió und La Vanguardia. Bei Ausbruch des Bürgerkriegs berichtete er über die Fronten in Aragonien und Mallorca.
Das Ende des Konflikts veranlasste ihn, nach Frankreich ins Exil zu gehen, und als er 1945 nach Barcelona zurückkehrte, schloss die Zensur die Türen für den Fotojournalismus. Von da an widmete er sich der Werbe- und Tourismusfotografie und arbeitete für Marken wie Codorníu und Gallina Blanca. Zusammen mit seinem Freund Antoni Campañà gründete er das Postkartenlabel CYP.
Die Ausstellung: Von Barcelona an die Front des Bürgerkriegs
Die von Arnau Gonzàlez i Vilalta und Toni Monné Campañà kuratierte Ausstellung zeigt eine sorgfältige Auswahl von Fotografien, die zu diesem Anlass von den Glasplatten der Familie gedruckt wurden, sowie Originalabzüge aus den Archiven von La Vanguardia. Zu sehen sind auch historische Publikationen, in denen seine Bilder erschienen sind.
Darunter befinden sich Fotos vom Alltagsleben und von der Freizeitgestaltung in den Kabaretts Barcelonas, Postkarten vom Krieg, der die Stadt verwüstete, sowie Fotos von der Front und der Nachhut. Ein komplettes Porträt eines Barcelonas, das 10 Jahre von der Weltwirtschaftskrise bis zur Weltausstellung, über die Ausrufung der Republik, den Ausbruch des Krieges und sein Ende erlebte.

