Es gibt Orte, an denen Kultur nicht auf Asphalt wächst, sondern direkt in der Erde Wurzeln schlägt. Der Wald von Can Ribes in La Cellera de Ter (Girona) bereitet sich darauf vor , eine neue Ausgabe von „Rizomes“ zu beherbergen – ein ökosystemisches Festival für Kunst, Musik und temporäre Architektur, das nur einmal im Jahr entsteht und wieder vergeht. Am 26., 27. und 28. Juni 2026 verwandelt sich dieses Waldgebiet in einen Treffpunkt, an dem gemeinsames Experimentieren und Spiel mitten in der Natur im Mittelpunkt stehen werden.
Das Konzept, das weit über eine einfache Abfolge von Konzerten hinausgeht, zielt darauf ab, zeitgenössische Kunstdisziplinen mit dem Lebenszyklus einer aktiven Plantage zu verknüpfen. Die Idee hinter diesem Treffen ist es, ein lebendiges Erlebnis zu schaffen, bei dem die Landschaft selbst die Spielregeln vorgibt und sowohl als Bühne als auch als kreativer Motor für ein Projekt dient, das das ganze Jahr über verbunden und aktiv bleibt.
Das Design, das 15.000 Bäume vorgeben

Der Schauplatz dieses Treffens ist weder ein umzäuntes Gelände noch irgendeine Wiese, sondern ein perfektes Raster aus fünf mal fünf Metern, in dem rund 15.000 Pappeln wachsen. Das wirklich Besondere daran ist, dass sich die Gestaltung des Festivals jedes Jahr ändert, weil der Wald lebt und bewirtschaftet wird: Jährlich werden 315 ausgewachsene Bäume für die Holzproduktion gefällt und 315 junge Bäume gepflanzt, um sie zu ersetzen. Dieser Kreislauf ständiger Erneuerung bestimmt direkt die Anordnung der Bereiche, Wege und Infrastrukturen jeder Ausgabe und verwandelt die Umgebung in einen Organismus, der ständig in Bewegung ist.

Das Festival stützt sich stark auf Rauminventionen und vergängliches Design. Rizomes fördert und unterstützt finanziell sowie technisch verschiedene kreative Projekte, die eng mit der Plantage selbst und der Region verbunden sind. So nutzen die Strukturen, die während der drei Tage errichtet werden, den Besucherandrang, um mit der Umgebung in Dialog zu treten, und schaffen ein temporäres künstlerisches Erbe, das sich den Veränderungen des Geländes anpasst und nach Ende der Veranstaltungen wieder verschwindet.
Was Musik und Performance angeht, hat das Festival ein Programm zusammengestellt, das von avantgardistischer Elektronik und experimenteller Musik bis hin zu traditionellen Klängen und Improvisation reicht. Insgesamt werden 32 Künstler und Kollektive den Wald zum Schwingen bringen , darunter Namen wie Hatis Noit, Paolo Angeli, Ylia, Raph Dumas & Cobla Sant Jordi – Ciutat de Barcelona oder das Sarathy Korwar Drum Ensemble. Den vollständigen Zeitplan und Details zum Veranstaltungsort findest du direkt auf der offiziellen Website: www.rizomes.com.