Barcelona verfügt diesen Sommer über mehr als 500 Klimazentren, die über die ganze Stadt verteilt sind – ein Netzwerk, zu dem so einzigartige Orte wie die Casa Joan Güell – Sitz des Centro Galego de Barcelona –, das Centre d’Arts Santa Mònica und zehn Pfarrgemeinden gehören.
Das Programm ist Teil des „Pla Calor“, der kommunalen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, die in den „Pla Clima“ integriert ist.
Ein vielfältiges Netzwerk: von Bibliotheken bis hin zu Klöstern aus dem 17. Jahrhundert

Das Centre d’Arts Santa Mònica hat seinen Ursprung im ehemaligen Kloster der Unbeschuhten Augustiner, das 1636 an der Rambla de Santa Mònica erbaut wurde. Nach der Säkularisierung im Jahr 1835 wurde das Gebäude für so unterschiedliche Zwecke genutzt wie als Sitz der Fakultät für Journalismus, als Büros des Roten Kreuzes, als städtische Dienststellen, als Militärkaserne und als Pfarrkirche des Viertels, bis es schließlich seine heutige Funktion als Kunstzentrum erhielt.
Mehr als 75 % der Orte im Netzwerk sind Innenräume – Bibliotheken, Bürgerzentren, Sportanlagen und Museen –, während der Rest aus Außenbereichen wie Parks und Gärten, Innenhöfen, Schulhöfen, Wasserspielplätzen und einigen Schwimmbädern besteht.

Die Notunterkünfte sind als offene und kostenlose Orte konzipiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf ältere Menschen, Kinder und Personen gelegt wird, die Schwierigkeiten haben, zu Hause ein angemessenes Raumklima aufrechtzuerhalten.
Über 60 neue Mikro-Notunterkünfte, um noch weiter zu kommen
In diesem Jahr kommen mehr als 60 „Mikro-Zufluchtsorte“ hinzu – kleine Orte auf dem Weg wie Apotheken, Geschäfte oder Einrichtungen –, die den Bürgern kostenlos und barrierefrei einen Innenraum zur Verfügung stellen, in dem sie sich für kurze Zeit bei angenehmen Temperaturen ausruhen können.
Das Ziel ist es, die Flächendeckung des Netzwerks zu erweitern, vor allem in Gebieten, in denen es weniger große Einrichtungen gibt.
Die Versorgung im August ist die größte Herausforderung des Konzepts. An den Sonntagen dieses Monats haben 92,3 % der Bevölkerung eine Notunterkunft in weniger als 10 Minuten zu Fuß und 49 % in weniger als 5 Minuten.
Abbau der territorialen Kluft in den am stärksten benachteiligten Stadtvierteln
Die Stadtverwaltung hat erneut den Ausbau des Netzes in den Stadtvierteln priorisiert, die am wenigsten versorgt und am anfälligsten für Hitze sind.
In diesen Gebieten hat die schrittweise Einbindung neuer Standorte dazu geführt, dass eine Abdeckung von 99,5 % innerhalb von 10 Minuten und von 80,3 % innerhalb von 5 Minuten erreicht wurde. Als Neuheit im Rahmen des „Pla de Barris“ sind für die Monate Juli und August kulturelle und familienfreundliche Aktivitäten geplant.
Hofbereiche von Kindergärten, samstags bis September geöffnet
Das Angebot, die Innenhöfe der städtischen Kindertagesstätten als Klimazonen zu nutzen, steht samstags im Juni, Juli, August und in der ersten Septemberhälfte von 10:30 bis 13:00 Uhr zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei und richtet sich vor allem an Kinder bis 6 Jahre in Begleitung ihrer Familien.