Der Himmel schenkt uns heute eines dieser astronomischen Spektakel, die den Alltag zum Stillstand bringen und uns voller Staunen nach oben blicken lassen. Doch die Vorfreude auf die Sonnenfinsternis an diesem Mittwoch wurde in letzter Minute durch eine dringende Warnung getrübt: Facua hat vor dem Rückruf von sieben zugelassenen Sonnenbrillenmodellen gewarnt, die paradoxerweise ein ernstes Risiko für die Augengesundheit der Nutzer darstellen.
Nur wenige Stunden, bevor das Phänomen sichtbar wird, hat die Verbraucherorganisation die Brillen der Marke Mó von Multiópticas auf eine schwarze Listegesetzt, auf der bereits sechs andere Modelle standen. Der Grund, der die Alarmglocken läuten ließ, ist nicht das Fehlen eines Schutzfilters, sondern gerade die übermäßige Dunkelheit, die die Nutzer dazu verleitet, einen instinktiven, aber fatalen Fehler zu begehen, wenn sie nach der Sonne am Himmel suchen.
Die Falle der völligen Dunkelheit
Die Verbraucherschutzbehörden mehrerer Regionen – darunter Madrid, Kastilien und León, Galicien, La Rioja, Aragonien und die Balearen – haben das Problem aufgedeckt. Den Rückrufverfügungen zufolge liegt der Lichtdurchlässigkeitswert des Filters dieser Brillen unter dem Mindestwert. In der Praxis bedeutet das: Wenn man die Brille aufsetzt, herrscht völlige Dunkelheit, sodass man den Sonnenkörper nicht mehr erkennen kann.
In dieser Situation ist die natürliche Reaktion jedes Menschen, der direkt in die Sonne blickt, die Brille auf die Stirn zu schieben, sie zu neigen oder kurz abzunehmen, um sich zu orientieren – mit der Absicht, sie sofort wieder aufzusetzen. Die Gefahr besteht darin, dass die Augen in diesen kurzen Sekunden ohne Schutz direkt der sichtbaren, infraroten und ultravioletten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, was zu irreparablen chemischen oder thermischen Verbrennungen der Netzhaut führen kann.
Die Marken, die ihre Brillen vom Markt nehmen mussten
Bei Facua schließt man nicht aus, dass das Problem über diese sieben konkreten Modelle hinausgeht, und hat darauf hingewiesen, dass derselbe Mangel auch bei vielen anderen ähnlichen Artikeln auftreten könnte, die in den letzten Monaten verkauft oder verschenkt wurden.
Das Risiko irreversibler Schäden ist keine Kleinigkeit. Angesichts der Prognose, dass sich die Zahl der Augenverletzungen nach dem astronomischen Ereignis vervielfachen könnte, hat das Gesundheitsministerium Maßnahmen ergriffen und präventiv die Augenheilkunde- und Notfalldienste in verschiedenen Gesundheitszentren verstärkt.
Die Liste der zurückgerufenen Produkte umfasst Modelle der Marken Lionstar, ECP Eye Care Professional, Pelispan, Homanaje und Orro. Zu diesen Namen gesellen sich noch zwei Branchenriesen aus unserem Land: Opticalia und Multiópticas.
Der Zivilschutz sendet seinerseits eine klare Botschaft an die Bevölkerung: Er fordert dazu auf, beim Blick nach oben stets äußerste Vorsicht walten zu lassen, und empfiehlt, häufige Pausen für die Augen einzulegen, um die Sonnenfinsternis zu genießen, ohne die Augen zu gefährden.