Barcelona pulsiert an der Oberfläche, doch unter dem Asphalt sorgt ein riesiges U-Bahn-Netz dafür, dass der Alltag Tausender Einwohner reibungslos abläuft. Um diesen unterirdischen Motor zu stärken und den Anforderungen der Belegschaft gerecht zu werden, hat Transports Metropolitans de Barcelona (TMB) diese Woche eine neue Ausschreibung für Stellen im öffentlichen Dienst veröffentlicht . Es handelt sich um ein Auswahlverfahren, mit dem 200 neue Fachkräfte eingestellt werden sollen, die die Züge der U-Bahn von Barcelona steuern sollen .
Diese Ausschreibung, die am vergangenen Dienstag, dem 23. Juni, offiziell veröffentlicht wurde, kommt zu den weiteren 200 Neueinstellungen hinzu, die im September 2025 angekündigt wurden, sodass in weniger als einem Jahr insgesamt 400 neue Stellen geschaffen werden. Interessierte haben ab diesem Donnerstag, dem 25. Juni, bis zum kommenden Mittwoch, dem 8. Juli, Zeit, ihre Bewerbung und die erforderlichen Unterlagen einzureichen, um sich für Stellen zu bewerben, die das Fahren mit dem direkten Kundenkontakt in den Bahnhöfen verbinden.
Neue, strengere Anforderungen und Phasen des Verfahrens
Die neuen Mitarbeiter werden in der Kategorie „Kundendienstmitarbeiter“ (AAC) eingestellt – eine Position, die der seit Langem vom Unternehmen verfolgten Strategie der Multifunktionalität entspricht. Bei diesem System wechseln sich die täglichen Aufgaben in Zeitblöcken ab, die zwischen anderthalb und drei Stunden dauern. Wenn der Mitarbeiter also nicht am Steuer des Zuges sitzt, ist er für die Überwachung und Betreuung der Bahnhofsanlagen zuständig. Diese Personalaufstockung soll den Personalmangel beheben, auf den die Mitarbeiter des Unternehmens selbst hingewiesen hatten.
Um sich für eine dieser Stellen bewerben zu können, müssen die Bewerber bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen: Sie müssen volljährig sein, die Unionsbürgerschaft oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats besitzen und sowohl Katalanisch als auch Spanisch fließend beherrschen. Die große Neuerung dieser Ausschreibung liegt jedoch im geforderten Bildungsniveau. Während bei früheren Verfahren ein Abitur oder ein mittlerer Bildungsabschluss ausreichte, wird diesmal mindestens ein höherer Bildungsabschluss oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium verlangt.
Wer diesem Profil entspricht, muss einen mehrstufigen Auswahlprozess durchlaufen. Zunächst stehen psychotechnische Tests, ein Persönlichkeitstest und ein persönliches Vorstellungsgespräch an. Anschließend durchlaufen die Bewerber eine Phase der theoretischen und praktischen Ausbildung. Um die Stelle zu bekommen, musst du unbedingt eine Ausscheidungsprüfung bestehen, die sich auf drei große Themenbereiche stützt: die Eisenbahnverkehrsordnung, die Kommunikationsvorschriften und die Verfahrensvorschriften.
Der Zeitplan läuft bereits. Die Frist für die Anmeldung und Einreichung der erforderlichen Unterlagen begann am Donnerstag, dem 25. Juni, und endet am Mittwoch, dem 8. Juli. Nach Ablauf der Anmeldefrist gibt es eine spezielle Phase, in der eventuelle Fehler in den eingereichten Unterlagen korrigiert werden können. Den gesamten Ablauf der einzelnen Phasen, die Prüfungstermine und die Ergebnislisten kannst du direkt auf der offiziellen Website der TMB einsehen.
Wie hoch ist das Gehalt eines U-Bahn-Fahrers?
Der finanzielle Aspekt ist einer der Punkte, der das größte Interesse weckt. Obwohl die Gehaltstabellen des Unternehmens ein Grundgehalt von 33.911,83 Euro vorsehen, erhöht sich die endgültige Vergütung dank verschiedener festgelegter Zulagen.
Rechnet man die Zulagen für Mehrfachaufgaben, die feste Prämie der Dienstgradstufe, die jährlichen Produktivitäts- und Weiterbildungsprämien sowie die Vergütungen für normale und besondere Feiertage hinzu, liegt das tatsächliche Gehalt eines U-Bahn-Fahrers bei 42.000 Euro brutto im Jahr, ohne Berücksichtigung der Betriebszugehörigkeit. Je nach Auszahlungspräferenz entspricht das etwa 3.500 Euro brutto im Monat bei einer Aufteilung auf 12 Zahlungen oder 3.000 Euro brutto im Monat bei einer Aufteilung auf 14 Zahlungen. Zu diesen Zahlen könnten noch die für dieses Jahr vorgesehenen Erhöhungen aufgrund der an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Anpassungen hinzukommen.