Es scheint unglaublich, aber es ist wahr: Ildefons Cerdà, der Mann, der das moderne Barcelona entworfen hat, der Vater der achteckigen Blöcke, die das Eixample prägen und die (fast) jeder bewundert, hat kein großes Denkmal in der Stadt, die er entworfen hat. Abgesehen von der Gedenktafel, die im Januar an dem Haus angebracht wurde, in dem er lebte, stand die große Ehrung noch aus.
Nun, es war an der Zeit. Barcelona hat die Kurve gekriegt und plant, diese historische Schuld im Jahr 2026 zu begleichen.
Ein Tribut in einem Schlüsseljahr
Diese Nachricht wurde am Dienstag, den 11. November, vom Stadtrat für Kultur, Xavier Marcé, bestätigt. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: 2026 ist das Jahr, in dem Barcelona den Titel der UIA-UNESCO-Weltarchitekturhauptstadt tragen wird. Laut Marcé liegen dem Stadtrat bereits drei künstlerische Vorschläge vor, aus denen der endgültige Entwurf ausgewählt werden soll.
Die große Frage ist nun: Wo? Wenn Cerdà eine ganze Stadt geplant hat, ist es eine Herausforderung, die perfekte Ecke zu finden. Die Stadträtin für Kultur hat erklärt, dass die Chefarchitektin der Stadt, Maria Buhigas, den Ort sucht, der „am besten geeignet“ ist, um „Cerdà gerecht zu werden“.
Diejenigen, die ein gutes Gedächtnis haben, werden sich daran erinnern, dass diese Debatte nicht neu ist. Vor zwei Jahren wurde vorgeschlagen, das Denkmal auf der Plaça de les Glòries zu errichten, jenem großen Verkehrsknotenpunkt, den sich Cerdà als wahres Zentrum seines Eixample vorgestellt hatte. Dieser Plan (der auch einen internationalen Wettbewerb vorsah) scheint nun jedoch in Erwartung der endgültigen Entscheidung von Buhigas auf Eis gelegt worden zu sein.
Die Beharrlichkeit eines Chronisten
Dieses Denkmal ist nicht nur eine politische Initiative in letzter Minute, um mit der Hauptstadt zusammenzukommen. Es ist zu einem großen Teil das Ergebnis der Beharrlichkeit eines der großen Geschichtenerzähler der Stadt: des Journalisten und Chronisten Lluís Permanyer.
Wie La Vanguardia berichtet, war es die Gruppe Junts, die den Antrag beim Kulturausschuss einreichte und damit Permanyer, der diese Anerkennung seit Jahren fordert, die Stirn bot. Die Stadtverwaltung (PSC) akzeptierte den Vorschlag und erkannte die Notwendigkeit dieser Ehrung an.