Der Unfall wurde durch eine erneute Zugentgleisung verursacht, diesmal in Katalonien. Der doppelte Unfall in Gelida und Massanet in der Provinz Barcelona mit einem Toten und 31 Verletzten hat den Tag verdüstert. Nach dem tragischen Dienstag im Rodalies-Netz hat die Regionalregierung bestätigt, dass der Betrieb auch am Mittwoch ausgesetzt bleibt. Der Grund dafür ist die Sicherheit: Solange die „weißen Fahrten” (Testzüge ohne Passagiere) nicht bestätigen, dass der Boden stabil ist, bleiben die Züge in den Depots.
Die Situation ist außergewöhnlich und betrifft etwa 400.000 Nutzer, die heute selbst einen Weg finden mussten, um zu ihren Arbeitsplätzen oder Bildungseinrichtungen zu gelangen. Um den dadurch verursachten Stau auf den Zufahrtsstraßen zur Stadt zu verringern, haben die Behörden eine Notmaßnahme ergriffen: Die Mautstelle Garraf (C-32) wird vorübergehend kostenlos sein, bis der Bahnverkehr wieder normal läuft.
Ein schwarzer Dienstag auf den katalanischen Gleisen
Der Grund für diesen allgemeinen Stillstand sind zwei fast gleichzeitig passierte Unfälle gestern Nachmittag. Der schwerste ereignete sich in Gelida, wo ein Zug der Linie R4 gegen eine Stützmauer prallte, die auf die Gleise gestürzt war. Der Aufprall war für den Lokführer tödlich und es gab 37 Verletzte, fünf davon schwer.
Nachdem Renfe zunächst gesagt hatte, dass der bei dem Unfall ums Leben gekommene Mensch der Lokführer des Zuges war, hat das Unternehmen diese Angabe korrigiert und mitgeteilt, dass es sich bei dem Todesopfer um einen anderen Zugpassagier handelt.
Fast zur gleichen Zeit gab es auf der Linie R1 zwischen Maçanet-Massanes und Tordera einen weiteren Schreckmoment. In diesem Fall führte ein Steinschlag auf den Gleisen dazu, dass der Zug nach dem Aufprall eine Achse verlor. Zum Glück blieben die zehn Passagiere, die in diesem Zug unterwegs waren, unverletzt, aber die Häufung der Vorfälle zwang Adif und Renfe zu einer drastischen Entscheidung: Sie legten den Betrieb des Netzes bis auf Weiteres lahm.
Die Ministerin für Raumordnung und Sprecherin der Regionalregierung, Sílvia Paneque, hat sich klar zur Wiederaufnahme des Betriebs geäußert. Nach der Sitzung des Koordinationszentrums für Katalonien (CECAT) heute Morgen ist der technische Bericht über den Zustand des Geländes oberste Priorität. Es werden keine Züge mit Passagieren fahren, bis absolute Gewissheit besteht, dass sich Vorfälle wie die von gestern nicht wiederholen, insbesondere nach den starken Regenfällen, die das Gebiet in den letzten Stunden heimgesucht haben und die die Stabilität der Böschungen beeinträchtigt haben könnten.
Alternativen für den Transport und die Anfahrt nach Barcelona
In der Zwischenzeit bereitet sich die Stadt auf einen schwierigen Tag in Sachen Mobilität vor, wobei Privatwagen und Überlandbusse die einzigen echten Alternativen sind, um den Großraum zu durchqueren.
Wenn du heute „gestrandet” bist, denk daran, dass die Mautbefreiung für Garraf eine Sondermaßnahme ist, um den Verkehr nach Barcelona über die Küste zu leiten und so die AP-7 und die Regionalstraßen zu entlasten. Es wird jedoch empfohlen, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden und, falls du doch fahren musst, dich mit Geduld zu wappnen und vor der Abfahrt die sozialen Netzwerke von Rodalies und Trànsit zu konsultieren.
Es wird erwartet, dass im Laufe des Tages die weniger betroffenen Linien nach und nach wieder in Betrieb genommen werden können, aber die R4 und die R1 bleiben die Brennpunkte, die darüber entscheiden werden, wann die Züge von Rodalies wieder normal durch Barcelona fahren werden.
In diesem Artikel zeigen wir dir alle Alternativen, um an einem Tag wie heute nach Barcelona rein- und wieder rauszukommen.
Die Lokführer rufen zu einem Generalstreik auf
Die Gewerkschaft hat einen Generalstreik für den gesamten Sektor angekündigt und gewarnt , dass sie keine Züge in Katalonien fahren lassen wird, ohne dass vollständige und überprüfte Sicherheitsgarantien gegeben sind.
Die Haltung der Gewerkschaft geht über den Arbeitsstreik hinaus und richtet sich direkt an die Behörden, indem sie strafrechtliche Verantwortung von denen fordert, die für die Instandhaltung der Gleise zuständig sind. Außerdem fordern sie, dass die umfassenden Überprüfungen, die heute im katalanischen Netz durchgeführt werden, sofort auf das gesamte Staatsgebiet ausgedehnt werden, um Tragödien wie die von Gelida zu verhindern.