Nach dem tödlichen Zugunglück in Gelida ist das Rodalies-Netz in ganz Katalonien komplett eingestellt, und die Regionalregierung hat empfohlen, „alternative Wege zu nutzen, um sich im Gebiet fortzubewegen”. Adif hält alle Strecken gesperrt, während die Schäden, die der Sturm Harry und die Vorfälle von gestern an der Infrastruktur verursacht haben, überprüft werden.
Für alle, die sich fragen, wie sie ins Büro oder nach Hause kommen, wenn der Zug heute mal wieder streikt, ist die Lösung, verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren. Die Regionalregierung und Renfe haben schon gesagt, dass es im Moment keinen umfassenden Ersatzplan gibt und dass man eher daran arbeitet, den Rodalies-Service so schnell wie möglich wiederherzustellen, nachdem man den Zustand aller Gleise überprüft hat.
Die Empfehlung der Regionalregierung lautet zunächst, Reisen so weit wie möglich zu vermeiden, vor allem wenn sie die Nutzung von Rodalies oder die An- und Abreise nach Barcelona beinhalten.
Wenn du aber keine andere Wahl hast, sagen wir dir, welche die wichtigsten Anfahrts-, Abfahrts- und Transportwege innerhalb und um Barcelona an diesem schwierigen Tag für die Mobilität sind.
Verstärkung des Busverkehrs und Notfallplan für den Straßenverkehr
Eine der guten Nachrichten ist , dass die Stadt- und Überlandbusse normal fahren und zu einer der wichtigsten Verkehrsmittel für die An- und Abreise nach Barcelona und innerhalb der Stadt geworden sind.
Angesichts des Ausmaßes der Unterbrechung musste die Verwaltung schnell handeln, um einen totalen Zusammenbruch zu verhindern. Eine der wichtigsten Last-Minute-Maßnahmen war die Genehmigung für die Betreiber von Linienbussen, zusätzliche Fahrzeuge für den Sonderverkehr einzusetzen. Das heißt in der Praxis, dass wir heute Busse sehen werden, die normalerweise für private oder touristische Zwecke genutzt werden, um die Flut von Reisenden aufzunehmen, die ihren üblichen Zug nicht nehmen konnten.
Diese Überlandlinien und das Exprés.cat-Netz stehen heute im Mittelpunkt. Unternehmen wie Sagalés, Alsa oder Moventis tun alles, um Barcelona mit Städten wie Girona, Vic oder Garraf zu verbinden. Trotz dieser zusätzlichen Fahrzeuge ist Geduld immer noch wichtig, da die Nachfrage sehr hoch ist und auch die Straßen den Anstieg des Verkehrsaufkommens durch diejenigen spüren, die sich entschieden haben, ihr eigenes Auto zu nehmen.
Die Zuflucht der Eisenbahnen und der U-Bahn
Innerhalb des ersten Rings und des Großraums sind die Busse und die Metro der TMB mehr denn je zum Rückgrat der Stadt geworden. Der TMB-Service läuft normal und ist die beste Option, um wichtige Punkte wie Sants, La Sagrera oder Passeig de Gràcia zu verbinden.
Die eigentliche Rettung für Baix Llobregat, Vallès und die Region Anoia sind aber die Ferrocarrils de la Generalitat (FGC). Die Linien S1, S2, R5 und R6 sind in Betrieb und nehmen einen Großteil des Verkehrsaufkommens auf, das normalerweise mit den Renfe-Linien abgewickelt würde. Wenn du in Städten wie Terrassa, Sabadell oder Manresa wohnst, ist der Ratschlag klar: Vergiss die Renfe und geh zu den FGC-Bahnhöfen.
Allerdings wurde im Laufe des Vormittags gemeldet, dass mehrere U-Bahn-Linien einen Anstieg der Fahrgastzahlen verzeichnen, wobei einige Stationen besonders voll sind.
Gemeinsame Mobilität und lange Strecken
Angesichts der Notlage ist Carsharing nicht mehr nur eine Möglichkeit zum Sparen, sondern eine Notwendigkeit geworden. Mobilitätsplattformen und Messenger-Gruppen laufen heiß, weil die Nutzer sich organisieren, um auf ihren Fahrten auf der C-31 oder C-32 keine Plätze frei zu lassen. Wenn du die Stadt verlassen musst, um in weiter entfernte Regionen zu fahren, funktionieren die Fernverkehrsdienste und Hochgeschwindigkeitszüge (AVE, Ouigo und Iryo) weiterhin mit einigen Geschwindigkeitsbeschränkungen und sind die einzige zuverlässige Möglichkeit für lange Strecken.
Um sich heute in Katalonien fortzubewegen, braucht man Geduld. Das nützlichste Tool, das du derzeit auf deinem Handy haben kannst, ist das Portal „Mou-te” der Regionalregierung, auf dem die Tür-zu-Tür-Strecken mit Bus, U-Bahn und FGC in Echtzeit aktualisiert werden. Geh mit viel Zeitpuffer los, vor allem, wenn deine Route von der R1 oder R4 abhängig war, und denk daran, dass heute der kürzeste Weg nicht unbedingt der ist, den das GPS anzeigt, sondern der, der eine Alternative auf Rädern oder auf den Gleisen der Generalitat bietet.
Offene Mautstellen und wie du den Verkehr in Echtzeit verfolgen kannst
Eine der von den Autofahrern am meisten begrüßten Maßnahmen ist die Aufhebung der Mautschranken an den Túneles del Garraf (C-32). Die Generalitat hat beschlossen, die Mautstelle für die Dauer der Störung bei Rodalies kostenlos zu öffnen und so den Bewohnern von Baix Llobregat und Garraf, die nicht mehr ihre gewohnte R2 nutzen können, eine schnelle Alternative auf der Straße zu bieten.
Wenn du dich für die Straße entscheidest, könnte Google Maps heute nicht ausreichen. Um Informationen aus erster Hand zu erhalten und nicht in einen unerwarteten Stau zu geraten, ist es am zuverlässigsten , die offiziellen Kanäle des Servei Català de Trànsit zu nutzen. Auf der interaktiven Karte mit Verkehrsstörungen kannst du in Echtzeit sehen, welche Straßen gesperrt sind oder wo es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommt.
Wenn du die Unmittelbarkeit der sozialen Netzwerke bevorzugst, findest du auf dem Twitter-Account @transit aktuelle Meldungen, Unfälle und Hinweise zur Öffnung oder Sperrung von Fahrspuren. Ein Blick darauf vor der Abfahrt kann dir so manche Kopfschmerzen ersparen, vor allem auf den Zufahrtsstraßen Diagonal oder Gran Via, die heute voraussichtlich stärker als sonst verstopft sein werden.