Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya (FGC) hat am vergangenen Wochenende die neue Saison des Tren Granota eröffnet, des historischen Zuges der Serie 400, der die Strecke zwischen Les Planes und den Bahnhöfen von Terrassa und Sabadell zurücklegt.
Der Zug fährt von Mai bis Dezember jeden ersten Sonntag im Monat, mit einer Pause im Juli und August.
Die bestätigten Termine für die nächsten Fahrten sind der 7. Juni, der 6. September, der 4. Oktober, der 1. November und der 6. Dezember, zusätzlich zum Start am kommenden Sonntag, dem 3. Mai.
Die Fahrgäste können mit einem Integralticket oder einem eigenen Fahrschein der FGC fahren, wobei der Tarif je nach Abfahrts- und Zielort variiert.
Die genauen Fahrpläne und Preise findest du auf turistren.cat.
Ein Zug, der in der Nachkriegszeit entstand

Der „Tren Granota“ verdankt seinen populären Namen den Farben des Zuges und den charakteristischen Scheinwerfern an der Front, die Reisende Mitte des 20. Jahrhunderts spontan so getauft haben.
Der Zug wurde in den Werkstätten von Sarrià von den Ingenieuren des Unternehmens selbst in der Nachkriegszeit entworfen, als Antwort auf die steigende Nachfrage auf den Vorortstrecken, die Sarrià mit Les Planes, Sant Cugat, Rubí, Terrassa und Sabadell verbanden – eingeweiht zwischen 1916 und 1922. Der erste Zugzug fuhr 1944 auf die Strecke.
Der Zug war bis 1996 im Einsatz. Als die FGC 1979 die Verwaltung dieser Strecken übernahm, startete sie ein Modernisierungsprogramm für die 14 bestehenden Züge, die bereits erhebliche Abnutzungserscheinungen aufwiesen.

Am 20. Juni 1996 fuhren die Züge der Baureihe 400 zum letzten Mal und wurden durch die Züge der Baureihe 112 ersetzt. Drei der Wagen (die ihren Originalzustand am besten bewahrt hatten) wurden als historisches Material erhalten, zu einem Zug zusammengefügt und sind nach einer vollständigen Restaurierung mit technischer und sicherheitstechnischer Überprüfung nun wieder in Betrieb genommen worden.
Im Jahr 2023 wurde der Tren Granota zum Kulturgut von nationalem Interesse erklärt.
Modernismus, Industrie und Natur entlang der Strecke

Abgesehen vom historischen Wert des Zuges führt die Strecke durch Landschaften und Gemeinden, die an sich schon interessant sind. Die Linie verläuft durch den Barcelonès und den Vallès Occidental, mit Bahnhöfen im modernistischen Stil wie Les Planes und Sant Quirze del Vallès, die unter dem Einfluss des Gartenstadtkonzepts erbaut wurden.
Die Strecke verbindet auch Terrassa, Rubí und Sabadell.
Die Naturlandschaft der Serra de Collserola, eine der weitläufigsten Grünflächen im Großraum Barcelona, begleitet einen Teil der Strecke.