Der Duft von Grillgut und das Knistern des Brennholzes werden bald wieder die Küste Barcelonas erobern. Am 12., 13. und 14. Juni wird der legendäre Moll de la Fusta im Port Vell zum kulinarischen Mittelpunkt der Stadt, wenn die vierte Ausgabe von Meat & Fire stattfindet. Nachdem das Festival bei seinen bisherigen Ausgaben bereits mehr als 25.000 Menschen begeistert hat, etabliert es sich nun als eines der weltweit größten Treffen für Liebhaber von Fleisch und Grillküche.
Dieses Mal versammelt die Veranstaltung mehr als 30 Meister des Feuers aus allen Ecken der Welt, die ihre Techniken und kulinarischen Identitäten direkt am Meer präsentieren. Die große Neuheit in diesem Jahr ist die Einbeziehung neuer kulinarischer Länder und die Wahl von Buenos Aires als „Gaststadt“ – eine Metropole, die ihr gesamtes Erbe und ihr Grill-Know-how unter der Leitung renommierter lokaler Köche zur Schau stellen wird.
Techniken aus aller Welt auf Holzkohle
Das Festival wird zu einer Weltkarte der Aromen, auf der sich uralte Traditionen mit modernsten Kreationen vermischen. Zu den mit Spannung erwarteten Namen auf dem Programm gehört Daniel Cocchia vom argentinischen Projekt La Birra Bar, der mit dem Preis für den besten Burger der Welt beim South Beach Wine & Food Festival in Miami und seinem jüngsten Sieg bei der Dubai Burger Championship 2026 im Gepäck anreist.
Aus Kolumbien wird Sdan Hinestroza (La Casa Humo Grill) die Kunst des Langzeiträucherns demonstrieren – mit einem gepökelten Schweinebauch, mariniert in einer Mischung aus sieben Salzen und in Zitrone, Zwiebeln und Koriander getrocknetem Zucker. Die Küche des Nahen Ostens wird ihrerseits von Aleksandr Stepaniuk (The Meat Avenue, Dubai) vertreten, der Lamm am Spieß mit einer Marinade aus über zwanzig Gewürzen und frischen Kräutern grillt, serviert im traditionellen Stil mit arabischem Brot.
Für den nordischen Kontrast sorgt der Isländer Hinrik Lárusson (Brasa), der Zutaten seiner Insel in einer gegrillten Lammkeule mit Rhabarberglasur und einer Skyr-Wasabi-Sauce vereint. Auch die iberische Tradition und die großen Formate werden eine unbestreitbare Hauptrolle spielen: Peio Ayestaran und Alfredo Alzueta (Muskitz) lassen den Burduntzi wieder aufleben, eine Technik, die baskische Auswanderer aus Argentinien mitgebracht haben und bei der ganze Fleischstücke auf Eisenstangen aufgespießt und gegrillt werden. Außerdem wird Andeka González (Brutus, A Coruña) bei niedriger Temperatur geräucherte Rinderrippchen in einer spektakulären, radförmigen Konstruktion zubereiten.
Barcelonas Vertreter istJoan Bagur (Oaxaca Cuina Mexicana), der zum vierten Mal in Folge zurückkehrt, um eine Cochinita Pibil aus Yucatán nach der Maya-Technik des Pib zuzubereiten – einem unterirdischen Ofen, in dem das Fleisch langsam in Bananenblättern gegart wird. Zu all diesen Angeboten gesellen sich die Küchen aus Ecuador, der Türkei, Griechenland und Rumänien und runden so ein noch nie dagewesenes Geschmacksspektrum auf dem Festival ab.
Konzerte als kulinarische Begleitung
Die Strandatmosphäre am Moll de la Fusta wird von einem Soundtrack begleitet, der sich tagsüber und abends auf drei verschiedene Bühnen verteilt und Rhythmen wie Rumba, Cumbia und Rock umfasst.
Auf der ersten Bühne wird der Musiker David Canal täglich zwei Auftritte geben: von 19:00 bis 19:45 Uhr und von 21:30 bis 22:15 Uhr. Auf der zweiten Bühne treten an den drei Nachmittagen die Bands La Porteña, Los Piratas und La Mapocho Cumbia auf. Außerdem finden an diesem Ort jeden Tag DJ-Sessions statt, die von 14:00 bis 15:00 Uhr und von 21:00 bis 23:00 Uhr auf dem Programm stehen, um die Festtage ausklingen zu lassen.
Meisterkurse und gastronomische Diskussionen
Meat & Fire setzt weiterhin auf Wissensvermittlung und Lernen. Der Eintritt zum Gelände beinhaltet den Zugang zu verschiedenen Showcookings und Masterclasses, in denen alles von traditionellen Methoden bis hin zu den neuesten Innovationen der Branche behandelt wird.
Das Programm für die drei Tage sieht wie folgt aus:
Freitag, 12. Juni
- 15:00 Uhr: Vortrag „Influencer in der Welt der Gastronomie“ mit Enrique Martín (@etxando.panza) und den Köchen David Montes (Madrid) und Germán Sitz (Buenos Aires).
- 16:00 Uhr: Verleihung des Diploms zum „Maestro Parrillero“ durch José Luís Nieto, Präsident von IDEGAT.
Samstag, 13. Juni
- 12:00 Uhr: Live-Showcooking unter dem Titel „Gastrosàvies, recuperant l’amor a la cuina de veritat“.
- 13:00 Uhr: Live-Aufzeichnung des Gastronomie-Podcasts „La Picaeta“, moderiert von Adrián Alcaide und Javier Ciruejda.
- 15:00 Uhr: Podiumsdiskussion „Gastronomische Reisende“ mit John Carlin (Großbritannien), Siggi Hall (Island) und Xavier Agulló (Barcelona).
- 16:00 Uhr: Vorstellung des Buches „La guerra por la proteína animal“ von M. Pimentel und Juan Pascual.
- 17:00 Uhr: Vortrag „Anatomie des Hamburgers. Vom Muskel bis zum Bissen“ mit Joaquín Felipe (Discarlux), Marc Martí (Triticum) und Daniel Cocchia (La Birra Bar).
- 18:00 Uhr: Gespräch „Die Wurstwarenherstellung – ein Handwerk, das fast verloren ging und heute wieder an Bedeutung gewinnt“ mit Juan Mico (Xacuteria La Confiança, Barcelona) und Joaquín Felipe (Atocha 107, Madrid).
Sonntag, 14. Juni
- 14:00 Uhr: Vorstellung des Buches „Fuego Madre“ von Chefkoch Javier Brichetto.
- 15:00 Uhr: Workshop „Kannst du Fleisch verkosten?“ mit der Fleischsommelière Elisabeth Iborra.
- 15:00 Uhr: Offizielle Stabübergabe an Buenos Aires als nächsten offiziellen Austragungsort des Meat & Fire-Festivals.
Über die Hauptgrillstände hinaus fungiert das Festival als Plattform zur Würdigung des ländlichen Raums und der Arbeit lokaler Erzeuger. Die Besucher können einen Handwerksmarkt mit Produkten besuchen, die direkt mit der Region verbunden sind. An den verschiedenen Ständen gibt es Käse, Bergöl, Honig, Apfelwein und verschiedene kreative Projekte zu entdecken, die darauf abzielen, die Bürger mit dem Wissen des ländlichen Raums und nachhaltiger Viehzucht zu verbinden.