Die Mitarbeiter der Bibliotheken von Barcelona starten diese Woche eine Reihe von Protestaktionen, die den Feiertag Sant Jordi voll und ganz beeinträchtigen werden. Der Konflikt, der von den Gewerkschaften CGT und La Intersindical angezettelt wurde, ist eine Reaktion auf die Unzufriedenheit der Belegschaft nach dem Beitritt zum neuen Tarifvertrag der Stadtverwaltung – ein Prozess, den die Gruppe als „katastrophales Management“ bezeichnet.
Der Protest beginnt heute Nachmittag mit einem Teilstreik und der Besetzung der Bibliothek Sarrià – J.V. Foix. Die Hauptaktionen finden am Dienstag, dem 21. April, statt, mit einem 24-Stunden-Streik, dem sich auch die Mitarbeiter des Bibliotheksnetzes der Provinzverwaltung von Barcelona anschließen werden.
Forderungen und Arbeitsniederlegungen am Samstag
Der Betriebsrat hat offiziell den Rücktritt des Konsortiumsleiters Ferran Burguillos und des Kulturstadtrats Xavier Marcé gefordert. Zu den Hauptbeschwerden zählen Personalmangel, Arbeitszeiten von bis zu 11 Stunden am Stück und die Unmöglichkeit, Privat- und Berufsleben unter einen Hut zu bringen . Außerdem kritisieren die Beschäftigten die Abschaffung des IT-Supports und die fehlende finanzielle Anerkennung für die direkte Betreuung von Nutzern in prekären Situationen.
Ab dem kommenden Samstag, dem 25. April, wird der Dienst jeden Samstag auf unbestimmte Zeit eingestellt. Diese Maßnahme wird von der CGT in der überkommunalen Behörde unterstützt, wodurch sich der Konflikt auf die 280 Bibliotheken des Provinznetzes ausweiten wird, zusätzlich zu den 41 in der katalanischen Hauptstadt.
Protestkalender
Der Zeitplan für die Mobilisierungen sieht tägliche Aktionen während der Literaturwoche vor:
- Mittwoch, 22.: Kundgebung auf der Plaça de Sant Miquel während der Eröffnungsrede zum Sant Jordi.
- Donnerstag, 23.: Demonstration am Portal de l’Àngel am Sant-Jordi-Tag.
- Freitag, 24.: Protestaktionen zeitgleich mit der Stadtratssitzung.
Die Arbeitnehmervertreter haben gewarnt, dass der Konflikt eskalieren wird, sollte die Verwaltung nicht bereit sein, über eine Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Die Gewerkschaft erwägt bereits die Einberufung weiterer Streiks in den Wochen vor den Abiturprüfungen – einer Zeit, in der diese Einrichtungen für die Schüler von entscheidender Bedeutung sind.