Die Glocken und der gewohnte Rhythmus der Straßen von Barcelona werden in den nächsten Tagen angesichts eines historischen Ereignisses einen anderen Takt anschlagen. Die Ankunft von Papst Leo XIV. am Dienstag, dem 9., und Mittwoch, dem 10. Juni, wird den Alltag der katalanischen Hauptstadt und verschiedener Orte in ihrer Umgebung komplett auf den Kopf stellen – zu einem bürgerlichen und spirituellen Ereignis, das Tausende von Menschen in die öffentlichen Räume locken wird.
Um angesichts der erwarteten Massenansammlungen von Gläubigen und Schaulustigen einen völligen Zusammenbruch zu vermeiden, haben die Behörden ein spezielles Konzept ausgearbeitet, das den öffentlichen Nahverkehr verstärkt und den privaten Verkehr einschränkt. Da der Zug der Prozession an religiösen Stätten, Stadien und öffentlichen Plätzen vorbeiführt, müssen die Bürger ihre Wege genau planen. Daher ist es für die Fortbewegung in der Stadt unerlässlich, die Fahrpläne und kritischen Bereiche im Detail zu kennen.
Dienstag, 9. Juni: Erste Sammelpunkte und Zeitpläne in der Hauptstadt
Die Aktivitäten rund um den Papstbesuch beginnen offiziell am Dienstag um 12:25 Uhr, dem Zeitpunkt, zu dem die Landung des Pontifex am Flughafen El Prat vorgesehen ist.
Der erste große Menschenandrang im Stadtzentrum von Barcelona wird kurz darauf, um 13:00 Uhr, in der Umgebung der Kathedrale von Barcelona einsetzen, wo ein großer Zustrom von Bürgern erwartet wird. Am Nachmittag verlagert sich der Fokus der Aufmerksamkeit und möglicher Verkehrsbehinderungen auf den Berg Montjuïc, genauer gesagt zum Estadi Olímpic Lluís Companys, wo um 18:00 Uhr eine Großveranstaltung stattfindet.
Mittwoch, 10. Juni: Von den Vororten bis zum großen Stau im Stadtzentrum
Der zweite Tag beginnt außerhalb der Provinzhauptstadt. Der Papst wird um 10:50 Uhr die Justizvollzugsanstalt Brians 1 besuchen und anschließend um 12:00 Uhr zur Abtei von Montserrat weiterfahren.
Die größten Herausforderungen für den Stadtverkehr in Barcelona werden jedoch am Nachmittag auftreten. Um 16:30 Uhr wird es an den Zugängen zur Pfarrkirche Sant Agustí zu erheblichen Menschenansammlungen kommen. Der Höhepunkt des Tages und des gesamten Besuchs wird um 20:00 Uhr mit dem mit Spannung erwarteten Termin in der Sagrada Família erreicht, einem Ereignis, das diesen Teil des Eixample aufgrund der enormen Menschenansammlung komplett lahmlegen wird.
Betroffene U-Bahn-Stationen und Bildschirme auf der Straße
Wie aus der offiziellen Verkehrskarte im Informationsdokument „visita papa.jpg“ hervorgeht, wird es im U-Bahn-Netz der Stadt drastische Änderungen geben, um die Menschenströme zu steuern und die Sicherheit zu gewährleisten:
- Station Sagrada Família (Linien 2 und 5): Sie bleibt den ganzen Mittwoch, den 10. Juni, komplett für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Züge fahren wie gewohnt, fahren aber an den Bahnsteigen vorbei, ohne anzuhalten.
- Bahnhof Verdaguer (Linie 4): Während der Nachmittags-Stoßzeit wird der normale Betrieb geändert und es dürfen nur noch Fahrgäste aussteigen; das Betreten des Bahnhofs über diese Zugänge ist verboten, um Staus zu vermeiden.
Um den Andrang an den Hauptveranstaltungsorten zu entlasten und den Anwohnern zu ermöglichen, die Prozessionen im Freien zu verfolgen, werden zwei Großbildschirme auf der Straße aufgestellt. Diese öffentlichen Bildschirme werden auf der Plaça de les Glòries und am Arc de Triomf aufgestellt und zeigen Live-Übertragungen, damit sich nicht alle Menschen an denselben Orten drängen.
Mobilitätstipps für die Anwohner
Angesichts der zu erwartenden Verkehrsprobleme empfiehlt die Regionalregierung von Katalonien allen Personen, deren Arbeitsplatz in den von den Einschränkungen betroffenen Gebieten liegt, dringend, am 9. und 10. Juni von zu Hause aus zu arbeiten.
Für alle anderen Bürger gelten folgende Empfehlungen:
- Vorrang für den öffentlichen Nahverkehr: Um den starken Anstieg der Nachfrage während dieser Tage aufzufangen, wird der Betrieb von U-Bahn, Straßenbahn, Rodalies, FGC und Überlandbussen verstärkt.
- Plan deine Wege im Voraus: Es ist wichtig, deine Abfahrtszeiten vorwegzunehmen, um unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden.
- Verzichte auf den Privatwagen: Bitte lass sowohl Autos als auch Motorräder zu Hause stehen.