Barcelona ist im Begriff, eine neue kulturelle Ikone an einer seiner emblematischsten Straßenkreuzungen zu errichten. An der Ecke Passeig de Gràcia und Gran Via, wo jahrzehntelang das Kino Comedia untergebracht war, wird, wie bereits angekündigt, das Carmen-Thyssen-Museum in Barcelona entstehen, nachdem die Stadtplanungskommission des Stadtrats zunächst die Änderung des Generalplans (PGM) genehmigt hat, mit der das Projekt in Angriff genommen werden kann.
Der auffälligste Aspekt des Projekts ist jedoch nicht die Ankündigung selbst, die bereits bekannt war, sondern die Bedingungen des Projekts, da es eine gründliche Renovierung des historischen Palau Marcet, der das Museum beherbergen wird, mit einem neunstöckigen Anbau und einer tiefgreifenden Veränderung seines Aussehens und seiner Nutzung vorsieht.
9 neue Stockwerke für das Thyssen-Museum
Der Vorschlag sieht vor, die historischen Fassaden des Palau Marcet – der als Kulturgut von lokalem Interesse gilt – zu erhalten, ermöglicht jedoch den Bau von zwei neuen Baukörpern, die das Profil dieses Gebäudes neu definieren werden.
Das künftige Museum wird zwei unterschiedliche Baukörper haben: einen zur Gran Via hin, der neun Stockwerke (ohne Erdgeschoss) haben wird, und einen zum Passeig de Gràcia hin, der sechs Stockwerke hoch sein wird. Diese neue Volumetrie wird es dem Gebäude ermöglichen, sich an die umliegenden Gebäude anzupassen, die höher sind als das derzeitige Kino.
Einer der auffälligsten Aspekte des Plans ist, dass 25 % der Fläche des Gebäudes (das fast 10.000 m² Nutzfläche haben wird) für Restaurants und Geschäfte genutzt werden können. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Laia Bonet erläuterte, wird das Museum Fachgeschäfte, ein Restaurant und andere Mehrzweckräume umfassen. Mit anderen Worten, es wird nicht nur ein klassisches Museum sein, sondern auch ein Raum mit Geschäften und Restaurants.
Neben den Ausstellungsräumen, die die Thyssen-Sammlung beherbergen werden, wird das künftige Museum auch ein Auditorium mit einer Kapazität von 450 Personen, Bildungsräume für Workshops und Kurse sowie vielseitige Bereiche für kulturelle Aktivitäten aller Art umfassen.
Das Museum soll im Jahr 2027 seine Pforten öffnen. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 19 Millionen Euro und wird vollständig von den privaten Projektträgern finanziert.
