Die Stadtverwaltung von Barcelona hat einen spezifischen Stadtteilplan für die Stadtteile Marina del Prat Vermell und Marina de Port im Bezirk Sants-Montjuïc vorgestellt. Diese Initiative sieht bis zum Jahr 2028 Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro vor, um der Umgestaltung dieses ehemaligen Industriegebiets Rechnung zu tragen, in dem dank des Baus von 12.000 neuen Wohnungen im Jahr 2035 voraussichtlich rund 30.000 Menschen leben werden.
Bürgermeister Jaume Collboni hat erklärt, dass das Projekt 43 Schlüsselmaßnahmen umfasst, um das Gebiet zu strukturieren und die Ortsteile der Marina untereinander sowie mit dem Rest der Stadt zu verbinden. Das Hauptziel dieser Mittelzuweisung ist es, Ungleichheiten angesichts des städtischen Wachstums zu verhindern und sicherzustellen, dass sich die Dienstleistungen und die Mobilität im gleichen Tempo entwickeln wie der Zuzug neuer Bewohner.
Eine neue Stadtachse, inspiriert von der Meridiana
Die herausragendste Maßnahme des Plans ist die umfassende Neugestaltung der Promenade der Zona Franca. Die Hauptverkehrsader des Gebiets wird ihre derzeitige Konfiguration mit fünf Fahrspuren und Parkplätzen aufgeben und ein ähnliches Design wie die Avenida Meridiana erhalten. Das neue Projekt sieht einen zentralen Mittelstreifen mit Grünflächen und Radwegen vor, wobei der öffentliche Nahverkehr und der private Verkehr an die Seiten verlegt werden. Mit dieser Maßnahme sollen Plätze und Begegnungsräume geschaffen werden, die als Bindeglied zwischen den Stadtvierteln dienen. Verbesserungen bei Verkehr und Infrastruktur
Im Bereich Mobilität sieht der Plan die Einführung der neuen Buslinien X3 und die Verlängerung der Linie V5 vor, um die Marina noch vor Jahresende mit dem Zentrum von Barcelona zu verbinden. Außerdem ist die Ausarbeitung des Projekts zur Erweiterung der Ronda Litoral auf dem Abschnitt zwischen der Zona Franca und dem Hafen von Barcelona vorgesehen.
Neue Einrichtungen und soziale Belebung
Was die öffentlichen Dienstleistungen angeht, umfasst die veranschlagte Investition den Bau von:
- Eine städtische Kindertagesstätte (escola bressol).
- Eine Bibliothek und ein Bürgerzentrum.
- Ein Sportzentrum und ein neues Zentrum für medizinische Grundversorgung (CAP).
Weitere wichtige Maßnahmen sind die Umwandlung der Enric-Granados-Schule in eine weiterführende Schule und der Umzug des Instituts für Grafikdesign.
Außerdem will die Stadtverwaltung die Wirtschaftstätigkeit durch einen „Unternehmensförderer“ ankurbeln, der dafür zuständig sein wird, den Handel mit sozialer Wirkung in den im Besitz der Stadt befindlichen Erdgeschossen voranzutreiben. Dieser Fahrplan wird in drei Phasen umgesetzt, mit einem Endziel im Jahr 2035, um die Umgestaltung des Sektors endgültig zu festigen.