Wenn das Parlament den Haushalt der Generalitat für 2026 genehmigt, werden Tausende junger Katalanen neue direkte Hilfen bekommen. Die Vereinbarung zwischen der Regionalregierung und den Comuns sieht die Einführung eines Schecks über 25 Euro für den Kauf von Menstruationshygieneartikeln und eines weiteren Schecks in gleicher Höhe für den Kauf von Kondomen vor.
Der Vorschlag zur Menstruationshygiene richtet sich an Personen zwischen 12 und 25 Jahren. Wie Jéssica Albiach, Vorsitzende der Comuns, erklärte, ist das Ziel, die „zusätzlichen Kosten” zu senken, die Frauen durch ihre Periode entstehen. Im Gegensatz zu früheren Initiativen, die sich auf wiederverwendbare Produkte konzentrierten, kann mit diesem Gutschein jeder Artikel in Apotheken oder Fachgeschäften gekauft werden.
Der Gutschein für Kondome wird dagegen an junge Leute zwischen 16 und 25 Jahren ausgegeben. Mit dieser Maßnahme wollen die Verhandlungsführer den Anstieg sexuell übertragbarer Infektionen (STI) durch Aufklärung und kostenlosen Zugang zu Barrieremethoden eindämmen. Die Gesamtkosten für beide Gutscheine belaufen sich auf 25 Millionen Euro.
Mehr Stipendien und Mietobergrenzen
Diese Vereinbarung kommt zu anderen kürzlich getroffenen Vereinbarungen hinzu, wie der Bereitstellung von 100 Millionen Euro für Mietbeihilfen und der Aufstockung von 100.000 Essenszuschüssen für bedürftige Familien. Außerdem wurde ein 27-Millionen-Plan zur Verbesserung der Lesefähigkeit in Bildungseinrichtungen entworfen.
Trotz der Fortschritte in den Verhandlungen hat Albiach darauf hingewiesen, dass die Einigung über den Haushalt mit Präsident Salvador Illa noch nicht unter Dach und Fach ist. Die Comuns fordern jetzt, dass die Regierung innerhalb von maximal sechs Monaten ein Gesetz verabschiedet, das den spekulativen Kauf von Wohnungen einschränkt.
Außerdem macht die Partei ihre endgültige Unterstützung von Verbesserungen im Bereich Mobilität und davon abhängig, dass die Regierung ihren Plan zurückzieht, Ärzte in Primärversorgungseinrichtungen (CAP) unter Druck zu setzen, die Zahl der Krankmeldungen zu reduzieren.