In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni wird Barcelona eines seiner umfangreichsten städtischen Einsatzkonzepte des Jahres für das Sant-Joan-Fest aktivieren.
Die Stadtverwaltung hat die Dienste in den Bereichen Sicherheit, Reinigung, Verkehr und Gesundheitsversorgung koordiniert, wobei der Schwerpunkt auf den Stränden und den Orten mit den höchsten Menschenansammlungen in der ganzen Stadt liegt.
U-Bahn: 43 Stunden durch und bis zu 18 zusätzliche Züge

Transports Metropolitans de Barcelona (TMB) wird die U-Bahn 43 Stunden lang ununterbrochen betreiben, von Dienstag, dem 23. Juni, um 5:00 Uhr bis Mittwoch, dem 24. Juni, um 00:00 Uhr.
In den Zeiten mit der höchsten nächtlichen Nachfrage werden im Vergleich zum regulären Angebot bis zu 18 zusätzliche Züge eingesetzt – konkret zwischen 2 und 5 Uhr morgens –und bis zu 14 zusätzliche Züge in der Spätphase.
Besonders deutlich wird die Verstärkung auf der Linie 4, die direkt an die Strandpromenade fährt. An den Stationen Barceloneta, Ciutadella | Vila Olímpica, Bogatell und Llacuna wird es zusätzliches Personal für Kundendienst, Reinigung und Sicherheit geben.
Strände: 24-Stunden-Einsatz mit Krankenwagen und Kameras

Die Strände bleiben die ganze Nacht über geöffnet. Die Informationsteams sind bis 3:00 Uhr am 24. ununterbrochen im Einsatz, wobei 12 Mitarbeiter von einem Stützpunkt am Bogatell-Wellenbrecher aus an den 9 Stränden der Stadt unterwegs sind. Der Lautsprecherdienst wird ab 6:00 Uhr verstärkt, da die Strände zu diesem Zeitpunkt geräumt sein müssen, damit mit der Reinigung begonnen werden kann.
Das Sanitätskonzept umfasst drei Rettungswagen mit Rettungssanitätern und Pflegekräften sowie drei Erste-Hilfe-Stationen an den Stränden von Barceloneta, Bogatell und Mar Bella. Die Feuerwehr wird außerdem den Einsatzzeitraum des Bootes der Wasserrettungsgruppe im Küstenbereich verlängern.
Was die Infrastruktur angeht, werden im Strandbereich 298 mobile Toiletten aufgestellt: 145 Standardkabinen, 62 offene Urinale, 46 Kabinen für Frauen und 45 barrierefreie Kabinen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Die Überwachungskameras an der Strandpromenade von Ciutat Vella und Sant Martí – von der Plaza del Mar bis zur Calle Trelawny – werden die ganze Nacht über in Betrieb sein.
„Puntos Lila“ und sichere Routen gegen sexuelle Gewalt

Der Einsatzplan berücksichtigt ausdrücklich die Geschlechterperspektive. Die tagsüber geöffnete „Lila“-Anlaufstelle am Bogatell-Wellenbrecher ist von 11 bis 23 Uhr in Betrieb. Ab 23:00 Uhr nehmen zwei nächtliche „Punto Lila“-Stationen ihren Betrieb auf – an der Strandpromenade von Somorrostro und an der Strandpromenade von Bogatell –, die jeweils von einem Team aus sieben Fachkräften betreut werden und bis 6:00 Uhr morgens geöffnet bleiben.
Diese beiden nächtlichen Standorte an der Strandpromenade sind bereits seit diesem Wochenende (19. Juni) in Betrieb und bleiben bis zum 23. September jeweils freitags, samstags und an Vorabenden von Feiertagen von 23:00 bis 6:00 Uhr geöffnet.
Die Stadtpolizei hat außerdem sichere Wege zu den den Veranstaltungen am nächsten gelegenen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs ausgearbeitet, wobei Patrouillen besonders auf dunkle oder wenig frequentierte Bereiche achten werden.
Reinigung: 532 zusätzliche Mitarbeiter und 223 zusätzliche Fahrzeuge
Am Nachmittag des 23. Juni werden an den Stränden 2.515 Pappmülltonnen aufgestellt – 2.435 für Wertstoffe und 80 für Restmüll –, 141 zusätzliche Mülleimer in nahegelegenen Parks und Promenaden sowie 99 zusätzliche Container für die Strandbars.
Die Reinigungsaktion an den Stränden beginnt am 24. um 6:30 Uhr, koordiniert von der Stadtpolizei, den Mossos d’Esquadra und der Hafenpolizei. Dabei werden 350 Einsatzkräfte und 135 Fahrzeuge an den 9 Stränden im Einsatz sein, darunter 6 Traktoren zum Sieben des Sandes.
Im restlichen Stadtgebiet werden 142 Mitarbeiter und 61 Fahrzeuge dafür sorgen, die Überreste der Lagerfeuer und Volksfeste in allen Stadtbezirken zu beseitigen. Insgesamt umfasst der Reinigungsdienst für die Nacht vom 23. auf den 24. sowie den Vormittag des 24. 532 Personen und 223 Fahrzeuge zusätzlich zum regulären Feiertagseinsatz, womit insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeiter und 500 Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz sind.
Es wird erwartet, dass die Strände zwischen 9:00 und 10:00 Uhr am 24. schrittweise wieder für Badegäste geöffnet werden, sobald die Reinigungsarbeiten abgeschlossen sind.
Sicherheit: Stadtpolizei, Feuerwehr und Drohnen
Die Stadtpolizei wird in allen Stadtbezirken Einsatzkräfte stationieren, mit besonderem Augenmerk auf Stellen, an denen sich brennbares Material ansammeln könnte – Brennholz oder Holz, das für unerlaubte Lagerfeuer verwendet werden könnte – sowie auf die Waldgebiete des Collserola-Parks, insbesondere in den Stadtbezirken Sarrià-Sant Gervasi, Horta-Guinardó und Nou Barris. Außerdem werden die vorbeugenden Kontrollen auf Alkohol- und Drogenkonsum in der ganzen Stadt verstärkt.
Die Feuerwehr von Barcelona wird ihre Löschkapazitäten verstärken und bis weit in die Nacht hinein besonders in Waldgebieten Wache halten. Die städtischen Vorschriften verbieten das Entzünden von Feuer in einem Umkreis von weniger als 500 Metern um Waldgebiete wie Collserola oder Montjuïc. In diesem Jahr wurden 99 Verkaufsstellen für Feuerwerkskörper und Pyrotechnik genehmigt, die alle zuvor von der Feuerwehr und der Stadtpolizei überprüft wurden.
Die städtischen Vorschriften unterscheiden je nach Brennstoffmenge drei Arten von Lagerfeuern: großes Lagerfeuer (ohne Begrenzung der Brennstoffmenge), kleines Lagerfeuer (bis zu 250 kg Holz) und Feuer im Kohlenbecken (bis zu 25 kg Holz). Nur für große Lagerfeuer ist ein spezieller Bericht der Feuerwehr erforderlich.
Sowohl die Feuerwehr als auch die Stadtpolizei dürfen nachts Drohnen einsetzen, um Luftaufnahmen zur Prävention und Bewältigung von Notfällen zu machen.